Flößerei

Die letzten Flöße schickten 1894 die Schiltacher die Kinzig hinunter, 1895 die Wolfacher. Damit endete nach 700 Jahren einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Kinzigtals. Flößermuseen, Feste und der Flößerpfad von Lossburg nach Wolfach halten die Erinnerung an das harte Gewerbe lebendig.

In einigen Orten wird heute noch an die Zeit erinnert, als ein stattlicher Flößer, kenntlich am breitkrempigen schwarzen Hut, den Lederhosen und langen Stulpenstiefeln, mit sechs Floßknechten die bis zu 600 Meter langen Flöße aus mächtigen Tannenstämmen den Fluss hinuntersteuerte.

Die heutige Generation weiß nichts mehr davon, dass die wenigen Flößer bis zu 200 Baumstämme und mehr in einer Fahrt bewältigten und damit dem Rhein zufuhren.

Die Flößerei wurde als „herrenmäßiges Gewerbe“ angesehen, weil es etwas eintrug und erprobte, tapfere Menschen erforderte.

Flößerpfad an der Kinzig

Wie war der Alltag eines Flößers und seiner Familie? Wie baute er Flöße, wie transportierte er sie vom Schwarzwald bis an den Rhein, ja manchmal sogar bis Amsterdam? Antworten per Audio-Guide oder Räsel-Caches finden Wanderer auf dem Flößerpfad im Schwarzwald. Auf 32 Kilometern führt der Themenweg am Oberlauf der Kinzig von Lossburg nach Wolfach.

Auf den Spuren der Flößer: Themenpfad auf 32 Kilometern durch das Kinzigtal »

Museum im Schloss Wolfach

Ausstellung zur Wolfacher Stadtgeschichte

Führungen für Gruppen sind auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten auf Anmeldung jederzeit möglich. Bitte wenden Sie sich an die Tourist-Information, Tel. 0 78 34 / 83 53 53.

Flößerpark Wolfach

Die Flößerei ist ein uraltes Gewerbe und bestimmte über 600 Jahre, bis Ende des 19. Jahrhunderts, das Leben und Schicksal vieler Menschen in unserer Stadt. Den mutigen Männern in ihren hohen Stiefeln, die mit Kraft und Geschick die Schwarzwaldtannen zu bis zu 700 Meter langen Flößen zusammenbanden und diese die Kinzig hinunter zum Rhein steuerten, hat die Stadt Wolfach mit dem Flößerpark am Zusammenfluss von Wolf und Kinzig ein Denkmal gesetzt.