Wer hat's erfunden...?

Der Bollenhut ist das Markenzeichen für die Ferienregion Schwarzwald und die roten Bollen sind weltbekannt. Aber woher kommt er denn nun wirklich? Und wie kommen die Bollen auf den Hut?

Bollenhutmacherin Gabriele Aberle

Die Bollenhuttracht ist in Gutach, Wolfach-Kirnbach und Hornberg-Reichenbach zu Hause.

14 Bollen weltberühmt

Auffallendstes Merkmal ist der Bollenhut, ein mit weißer Leimmasse gefestigter Strohhut, auf den in Kreuzform elf große und drei nur im Ansatz erkennbare Wollbollen aufgenäht sind. Das Gewicht des Hutes beträgt stolze 1,5 Kilogramm.

Ledige tragen den roten Bollenhut von der Konfirmation bis zur Hochzeit, verheiratete Frauen haben einen Hut mit schwarzen Bollen.

Nachdem in neuerer Zeit die Tracht mehr und mehr von moderner Kleidung verdrängt worden war, besinnt man sich heute eher wieder der alten Traditionen. An hohen kirchlichen Feiertagen und Festen (Ostern, Konfirmation und Erntedankfest), bei Hochzeiten oder anderen Festen können Sie Trachtenträgerinnen und Trachtenträger sehen.

Im Freilichtmuseum Vogtsbauernhof können Sie Gutacher Trachtenträgerinnen mit der originalen Bollenhuttracht begegnen: Jeden Sonntag von Mitte Mai bis Mitte September: 13.00 bis 15.30 Uhr.

Herstellung eines Bollenhutes

Die Bollenhuttracht wird normalerweise innerhalb in der Familie weiter vererbt. Neue Trachten werden nur noch selten hergestellt. Die Herstellung eines Bollenhutes ist sehr aufwendig und zeitintensiv. Es gibt nur noch wenige "Bollenhutmacherinnen", die diese Handwerkskunst beherrscht. Es dauert ungefähr eine ganze Woche bis ein Bollenhut fertig ist. Dabei werden 2 Kilogramm Wolle verarbeitet. 

Die Bollenhutmacherin Gabriele Aberle aus Gutach zeigt im Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach (Telefon 07831-93560), wie richtige Bollenhüte auf traditionelle Weise hergestellt werden:

Wo?
In der Stube des Vogtsbauernhofes