"Lauterbacher Wandersteig" Qualitätsweg Wanderbares Deutschland

„Klein aber oho“ – so könnte man den nur 35 km langen „Lauterbacher Wandersteig“ bezeichnen. Durch die vielen Landschaftswechsel zwischen Wald, Wiesen, Felsgebieten,  Biotopen, einem kleinen, romantischen Wasserfall,  herrlichen Aussichtspunkten und kristallklaren, sprudelnden Bächen wird er, auch für den anspruchsvollen Wanderer, zu einem besonderen Erlebnis.

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Vom Rathaus des Luftkurortes Lauterbach, welches dieses Prädikat seit über 130 Jahren trägt, führt uns der Steig in Serpentinen zur „Bergkapelle“. Die 1890 erbaute Rundholzkapelle thront auf einem Felsen hoch über dem Wanderdorf. Sie ist ein besonderer Ort der Ruhe und Einkehr. Steil ansteigend verläuft er weiter und belohnt den Wanderer am Zollernblick mit herrlicher Aussicht mal das Wort zur Burg Hohenzollern und der Schwäbischen Alb. Verwittert und doch unverwüstlich, präsentieren sich die alten Grenzsteine am Wegesrand dem Wanderer. Sie zeigen bis zum heutigen Tag den Verlauf der Grenze zwischen Baden und Württemberg. Über die Bremenlochquelle erreichen wir die Passhöhe Fohrenbühl. Ein kurzer Anstieg führt uns zum höchsten Punkt, dem 1903 erbauten „Gedächtnishaus“ in 879 Metern Höhe. Grandios sind die Ausblicke von dessen 24 Meter hohem Aussichtsturm über den Schwarzwald zur Baar, dem Lupfen zur Donaualb bis hin zur Kegelform des Hohenzollern. Auch die Waldhöhen des Kniebis, sowie der mächtige Kandel und der bekannte Feldberg sind zu sehen. Wir folgen weiter dem Verlauf des Mittelwegs und finden uns auf dem Kohlplatz, wo einst die  „Köhler“ ihr Handwerk betrieben, wieder. Der Kohlenmeiler-Weg mit Köhlerhütte auf dem Imbrand veranschaulicht deren Spuren.

Dem weiteren Wegeverlauf folgend ändert der Steig sein „Gesicht“ und öffnet sich über das Hochmoor am Grusenloch Steg, in eines der schönsten Hochtäler des Schwarzwaldes, dem Landschaftsschutzgebiet Sulzbachtal. Lieblich säumen die Wachholder- und Ginsterheiden den Steig. Unzähligen Biotope, an der Schichtgrenze zwischen Granit und Bundsandstein ausgebildet, beherbergen Pflanzen der allerhöchsten Seltenheitsstufe. Charaktervolle Kleinode säumen unseren Weg. Eine der höchstgelegenen und noch voll funktionsfähigen Mahlmühlen im Schwarzwald die „Mooswaldmühle“, liegt still eingebettet in einer kleinen Talmulde. Innehalten und Verweilen heißt es auch beim „Kapfhäusle“ von welchem wir einen herrlichen Ausblick über das Sulzbachtal haben. Das strohgedeckte Kinzigtäler Haus gilt außerdem als fotografischer Geheimtipp. Auch das „Sulzbacher Kirchle“, wie es liebevoll genannt wird, ist eine Zierde inmitten des Landschaftsschutzgebietes und ein überaus beliebtes Fotomotiv. Über das sonnige Hochplateau Kienbronn erreichen wir den Wurstwald und den „Waldmännlepfad“ auf welchem wir viel über die Flora und Fauna erfahren.

Nach dem Aufstieg zum Hartskäpfle wandern wir hinunter zur „Moosmannshöhle“. Im Volksmund wird sie auch "Hatschierle Höhle" genannt. Dem Schilde folgend, gelangt man auf einem schmalen Zickzack-Fußweg zur Höhle, die tief im Wald verborgen ist. Die Geschichten, die man über diese Höhle erzählt, sind mannigfaltig und etwas merkwürdig. Dort soll der "Hatschierle" gehaust haben, ein Einsiedler, der sich von Schlangen und Waldbeeren ernährte. Eine andere Geschichte erzählt, dass dort der Kunst-Maler Gregor Moosmann gelebt hat. Dieser Künstler stellte Krippenfiguren aus Papier her. Es lohnt sich, diesen einsamen Ort zu besuchen der Fantasie freien Lauf zu lassen.

Wir erreichen die stolze Burgruine Hohen Schramberg und genießen den Blick über die Fünftälerstadt und zu den hoch gelegenen Nachbarorten.

Durch den Einstieg in das Felsengebiet des Schlossberges und über den so genannten Elefantenkopf trifft man auf die „Lauterbacher Wasserfälle“. Durch schmale Pfade des Felsenmeeres führt er hinauf zum Gräfin Elisabethenfelsen. Weiter ansteigend erreichen wir den Schlosshof. Über den Sonnenstein und das Koppenwegle zeigt sich schon die sonnige Hochfläche Imbrand. Mit herrlichen Ausblicken wartet bereits der Rabenfelsen mit seinem Aussichtspavillon auf uns. Wer möchte erklimmt noch den „Kreuzfelsen“ und wirft von seinem imposanten Holzkreuz aus einen letzten traumhaften Blick auf Lauterbach und die St. Michael’s Kirche. Mit dem Abstieg über einen schmalen Pfad gesäumt von Ginstersträuchern erreicht der Steig sein Ziel am Rathaus in Lauterbach.

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